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Vom Kopf in den Körper – Warum Trauma tief im Körper steckt (und Reden allein nicht reicht)

Vielleicht bist du schon jahrelang in Therapie. Du hast über dein Trauma gesprochen. Wieder und wieder. Du hast die Geschichte erzählt. Du hast analysiert, verstanden, erklärt. Doch tief in dir fühlst du: Es hat sich nichts verändert. Dein Körper reagiert immer noch. Dein Herz rast bei bestimmten Triggern. Deine Schultern sind verspannt. Dein Magen verkrampft sich. Und du fragst dich: Warum hilft das Reden nicht? Die Antwort liegt in etwas, das der Traumaforscher Bessel van der Kolk sein Leben lang erforscht hat: Trauma sitzt nicht im Kopf. Es sitzt im Körper. Und solange du nur mit Worten arbeitest, erreichst du die Ebene nicht, auf der das Trauma gespeichert ist. Die Wahrheit ist: Dein Körper vergisst nichts. Jede Erfahrung, die zu überwältigend war, um verarbeitet zu werden, ist in deinem Nervensystem, in deinen Muskeln, in deinem Gewebe gespeichert. Und dort wartet sie. Nicht als Geschichte, die du erzählen kannst. Sondern als Empfindung, die du fühlst. Als Reaktion, die automatisch abläuft. Als Alarm, der anspringt, ohne dass du verstehst warum.

Was Bessel van der Kolk entdeckte

Bessel van der Kolk ist einer der weltweit führenden Traumaforscher. Seit den 1970er Jahren arbeitet er mit traumatisierten Menschen – Kriegsveteranen, Missbrauchsopfern, Menschen mit komplexer PTBS. Und was er dabei entdeckte, revolutionierte unser Verständnis von Trauma. Seine zentrale Erkenntnis: Trauma ist eine Erkrankung des Gehirns und des Körpers, nicht nur der Psyche. Wenn etwas Überwältigendes passiert, reagiert dein gesamtes System. Dein Gehirn. Dein Nervensystem. Deine Hormone. Deine Muskeln. Alles ist beteiligt. Und wenn das traumatische Ereignis vorbei ist, kehrt dein System nicht einfach zur Normalität zurück. Es bleibt im Alarm. Dein Körper denkt, die Bedrohung sei noch da. Er wartet auf die nächste Gefahr. Er ist in ständiger Bereitschaft. Und diese Bereitschaft kostet dich – deine Gesundheit, deine Energie, deine Lebensqualität. Van der Kolk beschreibt das in seinem Buch „Verkörperter Schrecken“ (im Original: „The Body Keeps the Score“). Der Titel sagt alles: Dein Körper führt Buch. Er erinnert sich an jede Verletzung. Und er reagiert darauf – auch wenn dein bewusster Verstand längst weitergegangen ist.

Wie dein Körper Trauma speichert – Das Gedächtnis

Jenseits der Worte – Wir denken oft, Erinnerungen seien im Kopf gespeichert. In unserem Gehirn. In Bildern und Worten. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Dein Körper hat ein Gedächtnis, das tiefer geht als Worte. Ein Gedächtnis, das in deinen Zellen, in deinen Faszien, in deinem Nervensystem lebt. Wenn du etwas Normales erlebst – einen schönen Tag am Meer, ein Gespräch mit einem Freund dann wird diese Erinnerung im Hippocampus verarbeitet. Sie bekommt einen Zeitstempel. Du weißt: Das war damals. Das ist vorbei. Bei Trauma funktioniert das anders – traumatischen Erlebnisse werden anders kodiert. Sie überwältigen den Hippocampus. Dein bewusstes Erinnerungssystem kann sie nicht verarbeiten. Stattdessen werden sie in der Amygdala gespeichert – dem emotionalen Zentrum deines Gehirns. Und die Amygdala arbeitet zeitlos. Sie unterscheidet nicht zwischen damals und jetzt. Für sie ist alles Gegenwart. Deshalb triggern dich Sinneseindrücke und ein Geruch, ein Geräusch, eine Berührung kann dich sofort zurückwerfen. Du bist nicht mehr hier. Du bist dort. Dein Körper reagiert, als würde das Trauma gerade passieren. Dein Herzschlag beschleunigt sich. Deine Atmung wird flach. Du schwitzt. Du erstarrst. Nicht, weil du es willst. Sondern weil dein Körper eine Erinnerung aktiviert hat, die nie abgeschlossen wurde. Und mehr noch: Trauma wird nicht nur im Gehirn gespeichert. Es wird im ganzen Körper gespeichert. In deinen Muskeln. In deinen Faszien. In deinem Nervensystem. Überall dort, wo du in dem Moment der Überwältigung warst. Dein Körper hat sich zusammengezogen, um dich zu schützen. Und er hat nie wieder losgelassen.

Mögliche Zeichen, dass dein Körper alte Wunden trägt

Vielleicht fragst du dich: Wie zeigt sich das konkret? Wie erkenne ich, dass mein Körper möglicherweise alte Wunden trägt? Wichtig vorab: Diese Symptome können viele verschiedene Ursachen haben – körperliche Erkrankungen, aktueller Stress, Lebenssituationen. Wenn du dich aber in mehreren dieser Muster wiedererkennst und andere Ursachen ausgeschlossen wurden, kann das ein Hinweis sein, genauer hinzuschauen.

1. Chronische Verspannungen: Deine Schultern sind oft hochgezogen. Dein Kiefer ist angespannt. Dein Nacken schmerzt. Dugehst zur Massage, doch die Verspannung kommt immer wieder.

2. Verdauungsprobleme: Dein Magen ist oft verkrampft. Du hast Durchfall oder Verstopfung. Du verträgst bestimmte Lebensmittel nicht. Das kann viele Ursachen haben, doch eine davon kann im Nervensystem liegen. Dein Vagusnerv verbindet dein Gehirn mit deinem Bauch. Wenn dein Nervensystem im Alarm ist, wird die Verdauung heruntergefahren. Denn in Gefahr wird nicht verdaut.

3. Atemprobleme: Du atmest flach. Du hast das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen. Du seufzt oft. Dein Körper hat möglicherweise gelernt, den Atem anzuhalten – und tut es immer noch. Viele Menschen halten unbewusst die Luft an, wenn sie angespannt sind. Eine alte Schutzreaktion, die nie aufgelöst wurde.

4. Schlafprobleme: Du kannst nicht einschlafen. Oder du wachst nachts auf. Oder du träumst intensiv, erschöpfend. Dein Körper kann vielleicht nicht loslassen – selbst im Schlaf. Ein dysreguliertes Nervensystem bleibt auch nachts im Alarm.

5. Dissoziation: Du fühlst dich manchmal wie neben dir. Du nimmst die Welt wie durch eine Glasscheibe wahr. Du spürst deinen Körper nicht. Das kann ein Schutzmechanismus sein – dein Körper schaltet ab, wenn es zu viel wird. Dissoziation ist eine Überlebensstrategie, die vielen Menschen geholfen hat, unerträgliche Situationen zu überstehen.

6. Übererregung. Du schreckst leicht hoch. Kleine Geräusche lassen dich zusammenzucken. Du bist ständig angespannt, auf der Hut. Dein Nervensystem ist möglicherweise im Dauerstress. Es scannt ständig nach Gefahren, auch wenn objektiv keine da sind. All diese Zeichen können bedeuten, dass Trauma in deinem Körper sitzt. Nicht als Geschichte, sondern als Empfindung.

Warum Reden allein oft nicht ausreicht

Hier ist das Problem mit traditioneller Gesprächstherapie: Sie arbeitet mit Worten. Mit Geschichten. Mit kognitiven Prozessen. Doch Trauma sitzt tiefer. Es sitzt dort, wo Worte nicht hinreichen. Was in deinem Gehirn passiert, wenn du über Trauma sprichst: Van der Kolk beschreibt das so: Wenn du über dein Trauma sprichst, aktivierst du die BrocaRegion in deinem Gehirn. Das ist das Sprachzentrum. Doch gleichzeitig zeigen Hirnscans: Bei traumatisierten Menschen ist diese Region oft blockiert, wenn sie sich an das Trauma erinnern. Die Worte kommen nicht. Oder sie fühlen sich leer an. Bedeutungslos. Gleichzeitig ist die Amygdala hochaktiv. Dein Alarmsystem schreit. Dein Körper reagiert. Dein Herz rast. Du schwitzt. Du dissoziierst. Doch Worte können das nicht berühren. Reden ordnet, aber heilt nicht immer. Das bedeutet nicht, dass Reden nutzlos ist. Es kann helfen, die Geschichte zu ordnen. Einen Kontext zu schaffen. Eine Bedeutung zu finden. Doch es ist nicht genug. Denn die eigentliche Wunde sitzt nicht in der Geschichte. Sie sitzt in der Empfindung. Die Geschichte vieler Therapie-Klienten: Viele Menschen gehen jahrelang in Gesprächstherapie. Sie erzählen ihre Geschichte wieder und wieder. Sie verstehen, was passiert ist. Sie analysieren die Dynamiken. Doch ihr Körper bleibt im Alarm. Die Verspannungen bleiben. Die Panikattacken bleiben. Die Schlafprobleme bleiben. Warum? Weil sie die Ebene nicht erreicht haben, auf der das Trauma gespeichert ist. Sie haben mit dem Kopf gearbeitet, doch nicht mit dem Körper.

Der Weg zur Heilung: Den Körper einbeziehen

Van der Kolks zentrale Botschaft ist: Heilung muss den Körper einbeziehen. Du musst dorthin gehen, wo das Trauma sitzt. Nicht nur in deine Gedanken. Sondern in deine Empfindungen. In deine Muskeln. In dein Nervensystem. Hier sind die Ansätze, die er und andere Forscher entwickelt haben:

1. EMDR – Eye Movement Desensitization and Reprocessing: Diese Methode wurde von Francine Shapiro entwickelt. Sie arbeitet mit bilateraler Stimulation – meist durch Augenbewegungen. Du rufst die traumatische Erinnerung ab, während du gleichzeitig deine Augen von links nach rechts bewegst. Was passiert dabei? Die bilaterale Stimulation scheint die Kommunikation zwischen den Gehirnhälften zu fördern. Sie hilft, die fragmentierte Erinnerung zu integrieren. Dem Hippocampus zu ermöglichen, endlich den Zeitstempel zu setzen: Das war damals. Das ist vorbei. EMDR ist eine der am besten erforschten Trauma-Therapien. Studien zeigen: Sie kann in relativ kurzer Zeit deutliche Verbesserungen bringen. Nicht, weil sie das Trauma löscht. Sondern weil sie ihm einen Platz gibt. In der Vergangenheit.

2. Somatic Experiencing: Diese Methode wurde von Peter Levine entwickelt. Die Idee: Trauma ist im Körper festgefroren. Die Energie, die damals nicht freigesetzt werden konnte – die Flucht, die nicht möglich war, der Kampf, der unterdrückt wurde – sitzt noch in deinem System. In Somatic Experiencing lernst du, diese Energie achtsam freizusetzen. Du gehst in die körperlichen Empfindungen des Traumas. Doch nicht, um darin zu versinken. Sondern um sie zu spüren, zu bewegen, loszulassen. Du lernst zu pendeln. Du gehst kurz in die Anspannung – und kommst dann zurück zur Entspannung. Du lernst: Ich kann das Trauma berühren, ohne darin zu versinken. Und langsam, sehr langsam, löst sich die Erstarrung. Tiere machen das instinktiv. Nach einem Schock schütteln sie sich. Sie lassen die Energie raus. Menschen tun das oft nicht. Wir bleiben stecken in der Anspannung. Somatic Experiencing hilft, diesen natürlichen Prozess nachzuholen.

3. Yoga und Körperarbeit: Van der Kolk ist ein großer Befürworter von Yoga. Nicht als Fitnessprogramm. Sondern als Trauma-Therapie. Warum? Weil Yoga dich zurück in deinen Körper bringt. Viele traumatisierte Menschen sind dissoziiert. Sie spüren ihren Körper nicht. Sie leben in ihrem Kopf. Sie haben die Verbindung zum Körper verloren – weil es zu schmerzhaft war, zu fühlen. Yoga lehrt dich, wieder zu spüren. Achtsam. Ohne Überwältigung. Du lernst, deinen Atem wahrzunehmen. Deine Muskeln zu spüren. Deine Grenzen zu erkennen. Und langsam wird der Körper wieder ein sicherer Ort. Studien zeigen: Trauma-sensitives Yoga kann genauso wirksam sein wie traditionelle Therapie. Nicht, weil es die Erinnerungen verändert. Sondern weil es das Nervensystem reguliert.

4. Atemübungen und Nervensystem-Regulation: Dein Atem ist die direkteste Brücke zu deinem Nervensystem. Wenn du tief und langsam atmest, signalisierst du deinem Körper: Hier ist es sicher. Ich darf entspannen. Atemübungen können in akuten Momenten helfen, aus dem Alarm herauszukommen. Sie sind ein Werkzeug, das du immer bei dir trägst.

5. Kreative Ausdrucksformen: Van der Kolk arbeitet auch mit Theater, Kunst, Tanz. Er hat festgestellt: Wenn Menschen ihr Trauma ausdrücken können – wenn sie es in eine Rolle verwandeln, in ein Bild malen, in Bewegung bringen – kann das heilsam sein. Warum? Weil diese Formen dem Körper erlauben, das auszudrücken, was Worte nicht können. Du kannst schreien. Du kannst weinen. Du kannst dich bewegen. Du gibst dem Trauma eine Form. Und in diesem Prozess kann etwas losgelassen werden.

Die Neurowissenschaft hinter der Heilung

Van der Kolks Arbeit basiert auf harten Daten. Er hat jahrzehntelang geforscht. Hirnscans gemacht. Studien durchgeführt. Und was er fand, ist beeindruckend. Was bei traumatisierten Menschen im Gehirn passiert: Bei traumatisierten Menschen ist die Amygdala überaktiv. Sie reagiert auf kleine Trigger, als wären sie lebensbedrohlich. Der präfrontale Kortex hingegen ist unteraktiv. Er kann die Amygdala nicht beruhigen. Nicht sagen: Das ist nicht gefährlich. Das ist vorbei. Doch – und das ist die gute Nachricht – das Gehirn ist plastisch. Es kann sich verändern. Neue neuronale Verbindungen können entstehen. Die Amygdala kann sich beruhigen. Der präfrontale Kortex kann gestärkt werden. Wie? Durch die Therapien, die van der Kolk beschreibt. EMDR. Somatic Experiencing. Yoga. Neurofeedback. All diese Methoden verändern das Gehirn. Sie schaffen neue Pfade. Neue Möglichkeiten. Hirnscans zeigen: Nach erfolgreicher Trauma Therapie ist die Amygdala weniger aktiv. Der präfrontale Kortex aktiver. Das Gehirn hat sich reorganisiert. Nicht, weil das Trauma gelöscht wurde. Sondern weil es einen neuen Platz bekommen hat.

Die Rolle von Beziehungen und Co-Regulation

Van der Kolk betont auch: Trauma entsteht in Beziehungen. Und Heilung geschieht in Beziehungen. Du kannst nicht allein heilen. Du brauchst andere Menschen. Warum Beziehungen so wichtig sind? Weil dein Nervensystem sich am besten in Beziehung reguliert. Das nennt man Co-Regulation. Wenn du mit jemandem zusammen bist, dessen Nervensystem ruhig ist, kann deins sich angleichen. Sein ruhiger Herzschlag beruhigt deinen. Seine Präsenz gibt dir Sicherheit. Das ist der Grund, warum Therapie helfen kann – nicht wegen der Technik, sondern wegen der Beziehung. Ein Therapeut, der ruhig bleibt, wenn du im Chaos bist. Der dich hält, wenn du fällst. Der dir zeigt: Hier bist du sicher. Doch es muss nicht nur Therapie sein. Jede sichere Beziehung hilft. Ein Freund, der einfach da ist. Eine Selbsthilfegruppe. Eine Gemeinschaft, in der du dich gesehen fühlst. Menschen, die isoliert sind, heilen langsamer. Nicht, weil sie schwächer sind. Sondern weil Heilung Verbindung braucht. Dein Nervensystem braucht die Erfahrung: Ich bin nicht allein. Ich bin sicher bei anderen Menschen.

Praktische Werkzeuge für deinen Alltag

Vielleicht fragst du dich jetzt: Das klingt alles gut. Aber was kann ich konkret tun? Wie bringeich meinen Körper in die Heilung? Kleine, praktische Schritte: Du musst nicht sofort in intensive Trauma-Therapie gehen. Du kannst mit kleinen Schrittenbeginnen.

Atemübungen: Fünf Minuten tiefe Bauchatmung am Tag können dein Nervensystem beruhigen.

Körperwahrnehmung: Nimm dir jeden Tag einen Moment, um in deinen Körper zu spüren. Wo ist Anspannung? Wo ist Entspannung?

Bewegung: Sanfte Bewegung wie Yoga, Spazierengehen oder Tanzen hilft, festgehaltene Energie freizusetzen.

Schütteln: Wie Tiere nach einem Schock – schüttle deinen ganzen Körper. Lass die Anspannung raus.

Selbstmitgefühl: Sei sanft mit dir. Dein Körper hat dich beschützt. Danke ihm dafür.

Unterstützung in der Community

Wenn du nicht nur verstehen, sondern auch konkret üben möchtest: In unserer Community (Link hier) findest du praktische Werkzeuge zur Körper-Integration, die dir helfen, wieder in Verbindung mit deinem Körper zu kommen. Alles angeleitet. Nichts kompliziert. Fünf bis zehn Minuten am Tag, die einen echten Unterschied machen können. Du bist nicht allein auf diesem Weg.

Die Einladung: Zurück in deinen Körper

Dein Körper erinnert sich an alles. Das ist manchmal eine Last. Doch es ist auch eine Chance. Denn wenn dein Körper sich erinnert, kann er auch heilen. Er kann lernen, dass die Gefahr vorbei ist. Dass er nicht mehr kämpfen, nicht mehr fliehen, nicht mehr erstarren muss. Dein Körper ist nicht kaputt. Er ist weise. Er hat dich am Leben gehalten. Und jetzt, mit der richtigen Unterstützung, kann er dich auch frei machen. Die Heilung beginnt mit dem Hören. Mit dem Spüren. Mit dem Verstehen. Dein Körper spricht zu dir. Und wenn du lernst, seine Sprache zu verstehen, öffnet sich ein Weg. Ein Weg aus der Erstarrung. Ein Weg zurück ins Leben. Reden allein reicht nicht. Doch reden plus fühlen? Das kann transformierend sein.

Dein nächster Schritt

Erkennst du dich in diesen Zeichen wieder? Hast du gemerkt, dass Reden allein nicht ausreicht? Du bist nicht allein. Millionen Menschen tragen Trauma in ihrem Körper. Doch du musst nicht damit leben. Es gibt Wege zur Heilung. Wenn du mehr über körperorientierte Trauma-Heilung lernen willst.

Hier bekommst du regelmäßig tiefe Impulse für echte Veränderung – verständlich, fundiert und immer mit Blick auf das, was zählt: deine innere Freiheit und dein Wohlbefinden. Bis dahin – sei sanft mit dir.

Quellen & weiterführende Literatur

Dieser Artikel basiert auf der Arbeit von Bessel van der Kolk und körperorientierter Traumatherapie:

Bücher:

  • Bessel van der Kolk – „Verkörperter Schrecken: Traumaspuren in Gehirn, Geist und Körper“ (Hauptwerk zu Trauma im Körper)
  • Peter Levine – „Sprache ohne Worte: Wie unser Körper Trauma verarbeitet“ (Somatic Experiencing)
  • Gabor Maté – „Wenn der Körper nein sagt: Wie verborgener Stress krank macht“
  • Stephen Porges – „Die Polyvagal-Theorie“ (Nervensystem & Körperreaktionen)
  • Pat Ogden – „Trauma and the Body“ (Sensomotorische Psychotherapie)
  • Francine Shapiro – „EMDR: Grundlagen und Praxis“ (Eye Movement Desensitization)
  • David Emerson & Elizabeth Hopper – „Overcoming Trauma through Yoga“ (Traumasensitives Yoga)

Konzepte:

  • Trauma als Erkrankung von Gehirn und Körper
  • Körpergedächtnis vs. kognitives Gedächtnis
  • Fragmentierte traumatische Erinnerungen ohne Zeitstempel
  • Amygdala-Überaktivierung & präfrontaler Kortex-Shutdown
  • Neuroplastizität und Hirnveränderungen durch Therapie
  • Körperorientierte vs. rein kognitive Trauma-Therapie
  • Co-Regulation als Heilungsfaktor
  • EMDR, Somatic Experiencing, Trauma-sensitives Yoga